Analyse antiker Gemälde

Durch den Einsatz moderner Geräte ist das Museum für Kunst und Wissenschaft in der Lage, Untersuchungen mit der Infrarotreflektografie, mit Woodschem Licht, mit dem Stereoskop-Mikroskop, mit der IR-Spektroskopie und anderweitigen Verfahren durchzuführen.

  • Die mikroskopische Untersuchung analysiert bestimmte Alterserscheinungen an den Farbschichten von Gemälden: dazu gehören die diversen Eigenschaften von Krakelee, Pigmenten, Ausbesserungen usw.
  • Mit Woodschem Licht und einfarbigen Lichtern lässt sich alles bewerten, was an Restaurierungen, Ausbesserungen und Übermalungen vorgenommen wurde, ebenso lassen sich verschiedene fluoreszierende Substanzen erkennen.
  • Mit der Infrarotreflektografie kann man eine Tiefenstudie an Gemälden durchführen, indem man eventuelle darunter liegende Zeichnungen oder Raster, nachträgliche Änderungen oder die Intensität des Krakelee sichtbar macht bzw. Restaurierungen oder verschiedenartige Materialien nachweist.
  • Die Analyse und Datierung mit IR-Spektroskopie schließlich macht es möglich, diverse Materialien zu untersuchen und auf Übereinstimmung mit einem bestimmten

Zeitraum zu prüfen:
Pigmente, Bindemittel, Klebstoffe und Lacke, wie auch Keilrahmen und Malgrund sind hier Untersuchungsgegenstand.
Anhand dieser geprüften wissenschaftlichen Testreihe ist festzustellen, ob ein Kunstwerk einer bestimmten historischen Epoche zuzuordnen ist; so kann zum Beispiel ein Gemälde des 17. Jahrhunderts von einer Kopie des 19. Jahrhunderts oder auch von einer noch jüngeren Nachbildung unterschieden werden.

Untersucht werden nur Gemälde, deren vermutliches Entstehungsdatum vor dem Jahr 1900 liegt.